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ZeitLebensZeiten
Version 1.07.03
© ZeitLebensZeiten
2007 ff.
 

MARX (Dithmarschen)

Im Jahr 1899 heiratete Emil Richard Marx aus Tielenhemme Maria Magdalena Arriens, ebenfalls aus Tielenhemme. Die Recherche nach beider Vorfahren gestaltete sich schwierig.

Am Beginn schien alles etwas hoffnungslos: Wie sollte man Vorfahren finden, die selbst in den Familien kaum bekannt waren? Aber: Nach und nach kam eine Information zur nächste Mitteilung, ein Buch ermöglichte Rückschlüsse auf andere Zusammenhänge, auch entferntere Verwandte interessierten sich für die Vorfahren und hüteten einige Schätze. So ergab sich dann doch ein Mosaik, das kleinteilig genug war, um das Leben der Vorfahren realistisch abzubilden.

Das Leben der Familien Marx und Arriens vollzog sich weitgehend in Dithmarschen, also südlich der Eider zwischen Hennstedt und Tielenhemme:Die nachstehende Karte von 1830 zeigt einen Ausschnitt, der das engere Gebiet der Familien Marx und Arriens zeigt. Die größere Karte ist weiter unten abgebildet.
 

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Für die Unterstützung bei den Recherchen ist Karsten Schrum von Bibliothek und Archiv des Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf für sehr viele Unterlagen zur Geschichte Dithmarschens zu danken. Da beide Geschlechter (Marx und Arriens) miteinander verbunden waren, sind also auch die Kirchenbuchexperten gleichermassen zu bedenken: Hans Peter Voss vom Kirchenarchiv für Dithmarschen in Meldorf sowie Katja Isaack vom Kirchenbuchamt für Schleswig-Flensburg in Kappeln. 

Für Band 12 A hatten die Recherchen schon in früheren Jahren begonnen, so war der Stammbaum der Marx durch einen Forscher übermittelt, und das Wappen sowie eine Kurzgeschichte der Marx Familie fand sich in Harald Thomssen’s „Wappenbuch der neuen Dithmarscher Geschlechter“.

Die Marx und Marxen der Dithmarscher Geest bestehen aus zwei Zweigen, die in Dörpling und Oesterrade ihren Anfang genommen haben, berichtet einer vor einiger Zeit neu aufgelegten Genealogiechronik zur "Marx-Kluft". Es ist dies bisher das einzig bekannte Zeugnis zu den Dithmarscher Marx Familien.
 

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[Quelle: Harald Thomssen, Wappenbuch der neuen Geschlechter Dithmarschens,
Alster Verlag Hamburg, S.63 ff]

Darin auch das Wappen der Marx: Ein silberner Anker mit schwarzem Balken im blauen Felde, rechts und links davon jeweils ein goldener Stern. Einen Beleg dafür gibt es in der Siegelsammlung. Das Wappen weist auf den Ursprung aus dem Kirchspiel Delve an der Eider hin.

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Bereits 1571 tritt also, nach dieser Quelle,

"im Einwohnerverzeichnis Marx Frens Clawes zu Dörpling auf. Der Name wurde erst 1600 fest. Schon früh tauchen Linien in Lehrbüttel und Albersdorf (später in Oesterfeld) auf, desgleichen im Hennstedter Kirchspiel, deren männliche Nachkommenschaft sich aber nicht immer mehr feststellen läßt."

Zur konkreten Genealogie jener, die zum ZeitLebensZeit-Projekt gehören, finden sich folgende Angaben:

"Die heute lebenden Marx entstammen meistens aus obigen beiden Linien: Dörplinger Teemd: Stammvater Johann Marx, vermutlich ein Sohn des im Einwohnerverzeichnis auftauchenden Marx Frentz. Davon die zahlreichen Dörplinger Äste mit Abzweigungen nach Pahlen, Dellstedt, Oesterborstel und Sarzbüttel. Der Pahlener Ast setzt sich später in Linden, Hennstedt und Tielenhemme fort und wohnt heute noch in Hamburg und Kopenhagen".

Die Angaben zum Oesterrader Ast ergeben ebenso wie die Kopie des 1936 gefertigten Stammbaums, dass dieser Ast keine direkten Bezüge zu den Familien des ZeitLebensZeiten-Projektes aufweist.

So sind die Informationen zu den ersten Generationen sind sehr spärlich, aber immerhin, sie sind vorhanden, sodass auch ihnen je eine Unterseite gewidmet ist, ggf. finden sich noch später Informationen, die dann hinzugefügt werden können.Die Vorfahren-Kette aus Sicht von Emil Richard Marx:
 

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Den Vorfahren Carstens ist eine gesonderte Seite mit Unterseiten gewidmet.

 

 

Dithmarschen

Einige Angaben zum Gebiet “Dithmarschen” sind zum Verständnis der Familiengeschichten Marx und Arriens angebracht.

Dithmarschen ist eine Region und ein Kreis in Schleswig-Holstein zwischen Nordsee, Eider, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. Die Grenzen bestehen seit dem Mittelalter. Dithmarschen wird traditionell als eine (ehemalige) freie Bauernrepublik bezeichnet. Dies stimmt insofern nicht, da Dithmarschen nie lehensunabhängig (d. h. frei) war. Weil aber einige Lehnsherrn, wie beispielsweise die Bremer Erzbischöfe, ihre Lehnshoheit nicht straff ausübten, konnte sich eine Art Selbstverwaltung herausbilden. Die Landschaft Dithmarschen gehört daher zusammen mit den Landschaften Eiderstedt und Fehmarn zu den Bereichen in Schleswig-Holstein, in denen sich keine adligen Gutsherrschaften entwickelten.

Die Verwaltungsreform 1970 legte die Kreise Norderdithmarschen und Süderdithmarschen zusammen zum Kreis Dithmarschen und erhob Heide zur Kreisstadt. Damit wurde die seit 1559 fast ununterbrochen bestehende Zersplitterung der ehemaligen Landschaft in zunächst drei, dann jahrhundertelang zwei Teile wieder beseitigt. Wichtige Orte neben Heide sind die ehemalige Hauptstadt Meldorf mit ihrer als Dithmarscher Dom bezeichneten Pfarrkirche, außerdem Brunsbüttel, Burg, Marne, Wesselburen und die bekannten Ferienorte Büsum und Friedrichskoog.

Von der das Land westlich begrenzenden Nordseeküste ausgehend besteht Dithmarschen aus Marschland, im Landesinnern aus Geest-Gebieten. Die Grenze zu Holstein im engeren Sinn bzw. heute zum Kreis Steinburg bildete die Holstenau, die heute vom Nord-Ostsee-Kanal durchschnitten ist.

Die ältesten Funde aus Dithmarschen stammen aus dem Mittel- und Jungpaläolithikum und befinden sich in der Geest bei Schalkholz. Insbesondere die Siedlungsgeschichte des Küstengebietes ist gut erforscht. Archäologische Untersuchungen zeigen, dass die vor 2500 Jahren entstandene alte Marsch im frühen 1. Jahrhundert besiedelt wurde. Ein niedriger Sturmflutspiegel erlaubte zunächst die Anlage von Flachsiedlungen (Tiebensee, Haferwisch westlich von Heide). Steigende Sturmflutspiegelstände erforderten bereits seit 50 n. Chr. den Bau von Wurten (u. a. Süderbusenwurth). Nachdem das Küstengebiet im 3./4. Jahrhundert n. Chr. offenbar weitgehend verlassen wurde, wurden die Marschen seit dem 7. Jahrhundert neu besiedelt. Ausgrabungen auf frühmittelalterlichen Dorfwurten wurden in Wellinghusen und Hassenbüttel durchgeführt. Seit dem 12. Jahrhundert legten genossenwirtschaftliche Verbände (Geschlechter) Deiche an den Seemarschen an; dadurch wurden die bis dahin vermoorten Sietlandsmarschen entwässert. Hier entstanden in der Folgezeit zahlreiche Marschhufensiedlungen (Barlt, Wennemannswisch, Haferwisch, Hödienwisch u. a.).

Dithmarschen wurde 804 von Karl dem Großen angeblich zusammen mit dem Holstein- und dem Stormarngau erobert. Tatsächlich wurde aber 809/810 nur eine einzige fränkische Burg, die Esesfeldburg beim späteren Itzehoe, errichtet, die bereits um 830 wieder aufgegeben wurde. Karl der Große ermunterte die Abodriten, sich die drei nordelbischen Gaue Stormarn, Holstein und Dithmarschen anzueignen. In der Folge konnten diese Teile Stormarns und Holsteins erobern, wurden jedoch bei Burg in Dithmarschen geschlagen. Der Plan Karls des Großen, einen slawischen Keil zwischen Dänemark und das Frankenreich zu schieben, misslang, weil die Abodriten flugs die Seiten wechselten und sich mit Dänemark gegen das Frankenreich verbündeten. Deshalb konnte nur ein einziger Stützpunkt in Nordalbingien – die Burg bei Itzehoe – gehalten werden.

Erst den Nachfolgern Karls des Großen gelang es, einen Pufferstaat zwischen Dänemark im Norden, den Limes gegen die Slaven im Osten und Niedersachsen als Teil des Frankenreiches zu etablieren, indem sie dem landflüchtigen Dänenkönig Rorik, der als Lehnsmann des Kaisers bis 867 in West- und Ostfriesland bis Cuxhaven (wo man ein nordisches Kastel ausgegraben hat) regierte, um 860 gestattete, das Land „zwischen der Eider und dem Meer“ – Dithmarschen und die Region Hardermarschen – zu besetzen und dort mit einigen Hundert dänischen und friesischen Gefolgsleuten sowie deren Frauen und Kindern zu siedeln. Wann die dänische Herrschaft in Dithmarschen endete, ist nicht bekannt.

Adam von Bremen berichtet 1075 (Buch II, Kapitel 15):Transalbianorum Saxonum populi sunt tres: primi ad occeanum sunt Tedmarsgoi, et eorum ecclesia mater in Melindorp, das heißt: „Der nordelbischen Völker der Sachsen sind drei: die ersten am Ozean (gemeint ist der Oceanus Britannicus, die Nordsee) sind die Dithmarscher, und ihre Mutterkirche (ist) in Meldorf.“ Er berichtet weiter, dass Hamburg die Hauptstadt für alle drei sächsischen Völker nördlich der Elbe sei – was ausschließlich kirchenpolitisch zu verstehen ist. Tatsächlich reichte die Macht der fremdländischen Adeligen, die formal die Grafschaft Holstein und Dithmarschen regierten, kaum über Hamburg hinaus. Dithmarschen und Holstein waren politisch selbständige Gaue, die vom Ting aller freien Männer selbstverwaltet wurden und sich in regelmäßigen Tingversammlungen aus ihrer Mitte Hertoge (Heerführer) und Overboden wählten. Diese politische Selbständigkeit drückt sich unter anderem im Vertrag Eddelaks und weiterer Dithmarscher Kirchspiele mit der Hamburger Kaufmannschaft um 1200 aus, unter anderem um den Strandraub Hamburger Waren zu unterbinden. Der formale Lehnsherr wurde in dieser Angelegenheit noch nicht einmal einbezogen. In Holstein blieb das Go-Ting bis 1550 bzw. 1602 eine politische Institution der freien Bauernschaft und des einheimischen Adels (seit 1400 allerdings in Anwesenheit des Grafen bzw. Herzogs von Holstein).

Bereits um 1100 übte der Bremer Erzbischof die Lehnshoheit über Dithmarschen aus. Allerdings wurde dieses Recht später an die Grafen von Stade weitergegeben. Deren letzter Vertreter, Graf Rudolf II. von Stade, wurde 1144 von den Dithmarschern ermordet, und Dithmarschen fiel durch einen Tauschvertrag von Rudolfs Bruder Hartwig mit dem Erzbistum Bremen an den ursprünglichen Lehnsherrn zurück.

Nach der Schlacht bei Bornhöved 1227 gehörte das Gebiet zum Erzbistum Bremen, wobei der Einfluss von Bremen in Dithmarschen nicht sehr ausgeprägt war. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts entwickelte sich aus den regionalen Ting-Strukturen in Dithmarschen eine Föderation eigenständiger Kirchspiele. 1447 wurde das Dithmarscher Landrecht aufgezeichnet. Es wurde ein Obergericht geschaffen mit 48 auf Lebenszeit eingesetzten Richtern (Achtundvierziger). Diese entwickelten sich zum eigentlichen Selbstverwaltungsorgan der entstehenden Bauernrepublik Dithmarschen.

Vor allem im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Dithmarschen von Wohlstand der großbäuerlichen Oberschicht, hohem Selbstbewusstsein und faktisch weitgehender Unabhängigkeit gekennzeichnet. Gewaltsame Unterwerfungsversuche scheiterten wiederholt (Schlacht von Wöhrden 1319 gegen Holstein; Süderhamme 1403/04 gegen Albrecht von Holstein und Gerhard VI. von Holstein-Rendsburg).

Im Februar des Jahres 1500 besiegten die Dithmarscher unter Wulf Isebrand in der Schlacht bei Hemmingstedt ein dänisch-schleswig-holsteinisches Heer unter König Johann, in Personalunion König von Dänemark, Norwegen und Schweden und Herzog in den königlichen Anteilen Schleswigs und Holsteins, sowie seinem Bruder Friedrich, Herzog in den gottorfschen Anteilen Schleswigs und Holsteins.

Die anrückende Streitmacht bestand vor allem aus einer im Marschenkrieg spezialisierten Infanterietruppe, der aus Landsknechten zusammengesetzten Schwarzen Garde, sowie einigen adligen Reitereinheiten, war aber schlecht geführt. Die Bauern konnten dieses Heer überraschend vernichten. Sie vermieden zunächst eine offene Schlacht, öffneten im Marschland die Deiche und ließen das anrückende Heer auf dem engen Damm der Straße von Meldorf nach Heide an der Dusenddüwelswarft in der Nähe von Hemmingstedt in eine nasse Falle tappen. Ihr Schlachtruf war „Wohr di, Goor, de Buur, de kump!“ („Hüte dich, Garde, der Bauer, der kommt!“). Ein Großteil der Söldner, die dicht gedrängt an der Spitze des Heeres marschierten, und der schwer gepanzerten schleswig-holsteinischen Ritter kam um, als sie den völlig verstopften und kaum zu verteidigenden Straßendamm verließen und in der gefluteten Marsch von den hier überlegenen Bauern gestellt wurden. [Quelle: de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=98787831, 12.3.2012]
 

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Der nächste, nun gründlich vorbereitete Einmarsch dänisch-schleswig-holsteinischer Truppen unter dem Feldherrn Johann Rantzau, die so genannte Letzte Fehde, konnte dann allerdings 1559 von den Dithmarschern nicht mehr aufgehalten werden...

Nach der Eroberung wurde Dithmarschen in drei Teile geteilt: Herzog Adolf I. von Schleswig-Holstein-Gottorf erhielt den nördlichen, sein Bruder Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Hadersleben den mittleren und König Friedrich II. von Dänemark den südlichen Teil..

Nach dem Tod von Johann 1581 teilten Adolf und Friedrich Johanns Anteile unter der Gottorfer und der königlichen Linie auf. Norder- und Süderdithmarschen existieren fortan als Landschaften mit einer eigenen Landschaftsordnung und einem Landvogt bzw. Statthalter an der Spitze. Dieser war nicht nur der Obrigkeit, sondern auch den Kirchspielsleuten verpflichtet. Nach 1864 wurden die beiden Landschaften zu Landkreisen gleichen Namens umgestaltet. Das Dithmarscher Landrecht blieb in einer reformierten Fassung von 1567 bis in das 19. Jahrhundert hinein bestehen, die weiterhin stattfindende Prosperität zeigt sich auch daran, dass 1585 Büsum (damals „Busen“) eingedeicht und so von einer Insel zum Teil des Festlands gemacht werden konnte.

In den folgenden Jahrzehnten durchlitt Dithmarschen mehrere Kriege und Sturmfluten, die die Landschaft stark in Mitleidenschaft zogen. Im Dreißigjährigen Krieg bekämpften sich vor allem schwedische und kaiserliche Truppen, während im nordischen Krieg schwedische und herzögliche Truppen auf dänische stießen. Während die Burchardiflut 1634 vor allem Nordfriesland traf und in Dithmarschen weniger schwere Verwüstungen anrichtete, litt die Landschaft vor allem unter der Weihnachtsflut von 1717.

1773 war dann auch Norderdithmarschen dem dänischen König in seiner Eigenschaft als Herzog von Holstein unterstellt. Ende des 18. Jahrhunderts reformierte der dänische König die durch häufige Kriege zerstörte Landschaft durch Aufteilung der Meente (Allgemeinbesitz), Verkoppelung der Einzelhöfe und die Anlage von Knicks und strukturierte das ländliche Wegenetz neu. Nach 1814 beteiligten sich Dithmarscher an den Aufständen gegen Napoleon.

Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864) und dem Krieg Preußens gegen Österreich (1866) wurde Dithmarschenim Jahre 1867 mit Schleswig und dem restlichen Holstein zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein vereinigt. [Quelle: de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=98787831, 12.3.2012]
 

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