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Version 1.07.03
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2007 ff.
 

BILSE

Hulda Bilse, die spätere Ehefrau von Hermann Strunk, stammt aus einer Kaufmannsfamilie in Wuppertal, die ihrerseits aus dem hessischen Birkenbringhausen stammt.

Die Familie Bilse stammt offenbar urspünglich aus dem Gebiet um Birkenbringhausen an der Eder im Hessischen Bergland, östlich des Rothaargebirges.

Birkenbringhausen liegt etwa in der Mitte einer Linie Kassel-Siegen sowie in der Mitte der Linie Winterberg (Hochsauerland) und Marburg. Der nächst größere Ort ist Frankenberg/Eder.
 

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Die bekannten Vorfahren Bilse stammen ursprünglich aus Birkenbringhausen. Heute gehört Birkenbringhausen zu Burgwald., Es liegt an der eingleisigen Bahnstrecke die nördlich „Untere Edertalbahn“ und südlich „Burgwaldbahn“ genannt wird

Birkenbringhausen erhielt seinen Namen („superior Brunichusen“, Ersterwähnung 1249) von einem Brunico und wegen seiner Lage unterhalb eines ausgedehnten Birkengehölzes.

Die Beifügung „superior“ wurde vermutlich zur Unterscheidung der beiden Eder abwärts gelegenen „Brunichusens“ Ederbringhausen und Bringhausen gewählt.

Nach einer alten Sage wurde der Talkessel des heutigen Birkenbringhausen von einem der Gegend unkundigen Jäger entdeckt: der Thüringische Graf Beringer besuchte im Jahr 1065 den Markgrafen Otto in Frankenberg.

Im wildreichen Burgwald ging er dem Waidwerk nach und verirrte sich an einem schwülen Sommertag bei der Verfolgung eines kapitalen Hirsches. Durch Unwetter und Dunkelheit wurde der Jäger so überrascht, dass er im Freien übernachten musste. Als er am Morgen, umgeben von weißen Birken, die Sonne über dem Talkessel aufgehen sah, war er so entzückt, dass er beschloss, hier ein Dorf zu gründen – an den sagenhaften Grafen erinnert heute die Behringer Straße.

Birkenbringhausen gehörte zuerst zur Grafschaft und zum Amt Battenberg und war danach mainzisches, später hessisches Lehen der Adelsfamilie von Hatzfeld. 1650 wurde das Dorf von Hessen – Darmstadt an Hessen – Kassel abgetreten. Seitdem zählt es zum Amt Frankenberg.

Im Laufe der Geschichte hat der Ort öfters seinen Namen geändert, von Brunichusen über Bruninghusen, Brunenkusen, Brunckhausen bis hin zum jetzigen Namen.

Bereits 1268 wird ein Pfarrer erwähnt. Das Patronat hatten die Herren von Hatzfeld, die ihre Kirche 1503 an die Wiesenfelder Johanniter schenkten. Bei einem Brand 1868 wurden 14 Gehöfte, die Dorfschule sowie Teile der Kirche zerstört. Um 1895 zählte der Ort 372 Einwohner, bis zum ersten Weltkrieg war es ein reines Bauerndorf; die Bewohner arbeiteten zudem im Holzwald. Erst durch den Bau der Bahnstrecke Korbach – Marburg 1890 und die Ansiedlung der „Thonet’schen Fabrik“ in Frankenberg änderten sich die Strukturen bis hin zur heutigen Pendlergemeinde. Obwohl auch jetzt die meisten Arbeitnehmer außerhalb ihrer Tätigkeit nachgehen müssen, wird das gepflegte Ortsbild noch weitgehend von der Landwirtschaft – im Nebenerwerb – bestimmt. Die 1934 – 1936 neu erbaute Dorfkirche behielt Teile ihres spätmittelalterlichen Chorturmes. Das anlässlich des Umbaues entdeckte Kruzifix aus dem 11. Jahrhundert ist heute im Marburger Schlossmuseum zu betrachten.

In der Zeit vom 11. bis 16. August 1999 beging der Ort sein 750-jähriges Jubiläum mit zahlreichen Events. [Quelle: Zusammengestellt aus burgwald.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=79932]

 

Möglich wurden die nachfolgenden Informationen zur Familiengeschichte der Bilses durch die folgenden Quellen:

  • Private Unterlagen aus den Nachläßen
  • Herrn Melzer vom Kirchenarchiv Bielefeld
  • Das Standesamt Wuppertal stellte – gegen Bezahlung – Kopien der vorhandenen Standesamtseintragungen der Vorfahren Struck bereit.
  • Das Stadtarchiv Schwelm, Herr Weinreich, recherchierte ebenfalls zu den Vorfahren Strunk und Leve. Er konnte zahlreiche Ergänzungen beitragen.
  • Dem Evangelischen Kirchenverwaltungsamt in Wuppertal, das gegen (arg teures) Entgeld einige Kirchenbucheintragungen zur Verfügung stellen konnte

Neben diesen eher allgemeinen Quellen basiert die nachfolgende Geschichte der Bilses auf der freundlichen und dankend angenommenen Hilfe insbesondere des ortskundigen Heimat- und Familienforschers Dr. Ulrich Stöhr.

Nachdem Angaben aus den Ahnennachweisen aus dem Dritten Reich erste Anhaltspunkte für eigene Recherchen im Internet lieferten, ruhten die Recherchen einige Jahre. Erst durch die Vermittlung des Amtes Burgwald gelang im Sommer 2012 der Kontakt zum Historiker Dr. Ulrich Stöhr. Ihm sind die genealogischen Daten und viele, viele Detailinformationen zu verdanken, die in diesem Kapitel mitsamt seinen Unterkapiteln ihren jeweiligen Platz finden. Seine Detailkenntnisse und die durch intensivste Recherchen in den Archiven gefundenen Geschichts-, Personen-, Familien- und Häuserlinien sind schier unglaublich.So basieren fast alle Angaben zu den frühen Bilse basieren auf Kirchenbucheinträgen, die Dr. Ulrich Stöhr (Bottendorf) ausgewertet und freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Der Verfasser ist ihm zu äußerstem Dank verpflichtet, da ohne ihn eine so detaillierte, und weit zurückreichende Darstellung der Vorfahren Bilse nicht möglich gewesen wäre.

Zu danken ist Karl Hermann Völker, dem Vorsitzende des Geschichtsvereins Frankenberg, genauer des „Frankenberger Zweigvereins des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde e.V.“ hat als pädagogisch-journalistisch versierter Kollege prompt reagiert und vergriffene Bücher zur Verfügung gestellt. Es sind dies:

a) Birkenbringhausen. Von den Ursprüngen zur Neuzeit. Beiträge zur Dorfgeschichte anlässlich des 750jährigen Jubiläums. Landschaft – Menschen und Geschichte. Herausgegeben von der Gemeinde Burgwald, zusammengestellt vom Geschichtsauschuss des Heimatverein Birgenbringhausen 1994 e.V., Frankenberg/Eder 1999.

        In diesem Band sind zwei sehr ergiebige Artikel enthalten:
        Pfr. Ulrich Schnell: Bringhausen – von der Frühzeit bis zum Mittelalter. S. 16-129
        Dr. Ulrich Stöhr: Geschichte Birkenbringhausens vom 17.-19.Jahrhundert.

Da angesichts der umfangreichen Buchangaben und um einer besseren Lesbarkeit willen auf ausführliche Angaben bei jedem Zitat verzichtet werden muss, sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf verwiesen, dass sich hinter dem Kürzel „BBH“ eben dieser Band verbirgt. Die Seitenangabe lässt dann den Rückschluss auf den Autor zu.

b) Röddenau. Ein Dorf und seine Geschichte. Festschrift zur 1200-Jahr-Feier 2005, erstellt vom Arbeitskreis Festschrift, Frankenberg-Röddenau 2005.

        Die Artikel in diesem Band sind teils ohne, teils mit Autorenangaben. Genannt wurden in unseren Zusammenhängen interessanten Abschnitten:
        Ulrich Stöhr, Geschichte des Kirchspiels Röddenau. S. 40 – 62
        Ulrich Stöhr, Der Brand von Röddenau am 30. Oktober 1723 in der Klinge S. 101-104

Auch bei diesem Sammelband gilt eine verkürzte Belegangabe: „RÖDD“.

 

Auf der Basis der genannten Quellen ergibt sich die derzeit aktuelle Vorfahrenliste Bilse:

Über die vermuteten Vorfahren Bilse bis 1612 vgl. die entsprechende Seite

 

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