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Version 1.09.02
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2007 ff.
 

Schinkel

I. Arnd Schinkel d.Ä.

SCHINKEL GEN JAGEHASE Arnd d. Ä.-2912 wurde 1370 geboren.

Er hatte die folgenden Kinder:

SCHINKEL GEN JAGEHASE Arnt d.M.-2910 wurde 1400 geboren. Er starb am 30. April 1446

 

II. Arnt Schinkel d.M.

SCHINKEL GEN JAGEHASE Arnt d.M.-2910 wurde 1400 geboren. Er starb am 30. April 1446. Er wurde in Lübeck (Marienkirche) bestattet.

Großkaufmann in Lübeck,
Arnd Schinkel war 2x verheiratet: mit 1. Anneke NN 2. Drudeke NN_Unklar, wer die Mutter seines  Sohnes Arnd ist, dessen Mutter wird als lebend 1474 im Testament ihres Sohnes Arndt erwähnt [Quelle: F. Spring 2/2011]

Arnt heiratete NN SCHINKEL Anneke oder Drudeke-2911 1430 in Lübeck  Anneke wurde 1405 geboren. Sie starb 1474 in Lübeck  .
Arnt und Anneke hatten die folgenden Kinder:

1) SCHINKEL Arnd , Großkaufmann in Lübeck , _* (s) 1430 in Lübeck, † 30.11.1497 in Lübeck_oo (s) 1460 in Lübeck  mit SNOKE Ursula.
2) SCHINKEL (JAGEHASE) Hans ,* (s) 1435 in Lübeck
3) SCHINKEL (JAGEHASE) Berndt , * (s) 1440 in Lübeck
4) SCHINKEL (JAGEHASE) Greteke , * (s) 1445 in Lübeck; oo ...  mit STOVEMAN Nm .
5) SCHINKEL (JAGEHASE) Drutke (Gertrud) , * (s) 1450 in Lübeck; oo ...  mit GERKEN Nm[W.Petersen, 11.2012]

In unserem Zusammenhang interessant:

SCHINKEL GEN JAGEHASE Arnd d.J.-2908 wurde 1430 geboren. Er starb am 30. November 1497.

 

III. Arnd Schinkel d.J.

SCHINKEL GEN JAGEHASE Arnd d.J.-2908 wurde 1430 in Lübeck geboren. Er starb am 30. November 1497. Er wurde in Lübeck (Marienkirche) bestattet.

Großkaufmann in Lübeck, Stiftung der Schinkel-Kapelle ebd. Abbildung seines Grabsteins und Text seines Testaments vom 29.11.1474 vorhanden_Kauft 1478 3 Buden (Engelsgrube 492-94) und baut 5 Buden dazu. 1400 erben seine Kinder 13 Buden (nach Wanner).

Arnd heiratete 1460  SNOKE Ursula-2909 Tochter von SNOKE Martin-2913 und NN SNOKE Rixa-2914. Ursula wurde 1435 in Lübeck geboren. Sie starb vor 1481 in Lübeck .
Arnd und Ursula hatten die folgenden Kinder:

1) SCHINKEL Hanaken , * (s) 1465 in Lübeck
2) SCHINKEL Arnt , * (s) 1467 in Lübeck
3) SCHINKEL Bernd (Berndken) , * (s) 1470 in Lübeck
4) SCHINKEL Taleke , * (s) 1472 in Lübeck
5)SCHINKEL Anneke, * (s) 1475 in Lübeck, † 1546 in Lübeck; oo 1/1 ... mit MOLLHUSEN Steffen, Kaufmann; oo 2/1 (s) 1495 in Lübeck (?) mit FRENCKING (FRÄNCKING) Paul, Großkaufmann in Lübeck; oo 3/1 29.09.1504 in Lübeck mit FALCKE Hermann, rk., Kaufmann in Lübeck.
6) SCHINKEL Friedrich, Magister, * (s) 1480 in Lübeck [W.Petersen, 11.2012]

In unserem Zusammenhang von Interesse:

SCHINKEL Anneke-2905 wurde 1475 geboren. Sie starb 1546.

Zu Arnd Schinkel liegen eine Reihe von Dokumenten vor, die an dieser Stelle ihren Platz finden sollen.

Schinkel stiftete die sogenannte Schinkelkapelle.

    Die Bau - und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck Bd. II, Lübeck 1906 S. 171 über die Schinkel-Kapelle in der Marienkirche:

    Der Raum unter dem die Glocken bergenden Süderturm (Anm.: im 2. Weltkrieg stürzten die Glocken herab und zerstörten die Kapelle, als Mahnmal erhalten) ist als Kapelle hergerichtet von den Testamentsvollstreckern des Schleswiger und Lübecker Domhernn Dietrich Stovemann, der nur ganz allgemein die Stiftung einer Vikarie zu seinem Seelenheil angeordnet hatte. Die Vikarie des neuen Altars wurde am 30.11.1497 bestätigt. Da sich von den Testamentsvollstreckern der Lübecker Kaufmann Arnt Schinkel um diese Stiftung besonders verdient gemacht hatte durch  Verzichtleistung auf den ihm zugefallenen Erbanspruch seines kürzlich verstorbenen Schwestersohnes, eines gleichnamigen Verwandten des Domherrn, auf einen Teil der Hinterlassenschaft des letzeren, so wurde das Patronatsrecht der Vikarie ihm und seinen Nachkommen bis zur 4. Generation einschließlich übertragen. Dementsprechend war der erste Vikar der Kapelle der Magister Friedrich Schinkel, der jüngste Sohn des schon am 30.11.1497 verstorbenen Arnt Schinkel.

    Über die Stiftung der Vikarie in der Marienkirche findet sich im Vikarie-Verzeichnis der "Baudenkmäler" auf S. 212:_Nr. 59; Datum der Bestätigung 1497, April 4; Stifter: Domherr Dietrich Stovemann und Arnt Schinkel; Geweiht: ad laudem et gloriam omnipot. dei beatissime sue genetricis Marie, s. bapt. ac bb. Petri et Pauli Thomeque ap. et omnium dei  sanctorum; Lage des Altars: ad altare capelle noviter edificate australis lateris in fine et sub turri.

    Ebd. S. 219 ff ist der Schinkel-Altar beschrieben, Daraus interessiert folgender Passus: die Sockel der beiden Säulen zeigen zwei gelehnte Schilde mit dem Wappen der Familie Schinkel oder Jagehase - am 29.November 1474 errichtete Arndt Schinkel "anders genomet Jagehase" sein Testament; Urschrift im STA Lübeck Wappen: unter einem Baum ein von einem Hunde gejagter Hase. 

 

Testament des Arndt Schinkel genannt Jagehase
vom 29. November 1474
Aus dem Archiv der Hansestadt Lübeck
Text mitgeteilt von Herrn Klaus Aretin Eggert in BonnGodesberg

    Im Namen Gottes Amen,

    Ich Arnt Schinkel andere genannet Jagehase bei voller Macht meines Lebens, seiner Sinne,Gedanken und Sprache, haben gesehen, dass nichts gewisseres ist als der Tod, und nichts ungewisseres als die Stunde, in der ich vom Tode überwunden wurde, so setze und mache ich mein Testament und letzten Willen von meinem wohlgewonnenem Gut, war Ehre Gottes von meinem nachgeschriebenen Vorraunden nach meinem Tode also zu entrichten.

    Erstens um Wege und Stege zu verbessern geb ich 2 M Lübsch Item den elenden Siechen zu St.Jürgen vor Lübeck gebe ich an guten Lebensmitteln (Vitalien) und an Leinwand so gut wie 12 M.

    Item den elenden verwiebenen Siechen zu Gronau, zu Parkentin, zu Ratzeburg, zu Mülln, zu Oldesloe, zu Schwartau, zu Travemünde und zu Dassow gebe ich an jede Stelle an guten Lebensmitteln und an Leinwand so gut wie 6 M ihnen zuzuwenden nach Gutdünken meiner Vormunde zur Seligkeit seiner ersten Seele,

    Item den armen Kranken zum Heiligen Geiste innerhalb Lübeck die im Bett liegen gebe ich zuzammen 5 M jeder Person, ihr Teil auf die Hand zu reichen, auf dass sie alle mit Fleiss Gott dem Herrn für meine arme Seele bitten.

    Item zu St.Katharinen den graune Mönchen gebe ich an Lebensmitteln und zu ihrer Not so gut wie 15 M Lübsch und dasselbe sollen meine Vormunde zuwanden Gottfridus Berne zu seiner Not, woran er die habe, so gut wie 10 M Lübsch.

    Item zu der Burg in dem heiligen Leichnams Brüderschaft, darin ich Bruder hingebe ich 5 M Lübsch.

    Item daselbst zu der Burg in st. Leonhards Brüderschaft gebe ich eine Tonne Butter. Item gebe ich in st. Barbaras Bruderschaft eine Tonne Butter. Item gebe ich zur Ehre Gottes und der Jungfrau Magd Maria, meiner Werten Mutter, 130 M Lübsch, damit zu kaufen Wollstoff, Leinwand und Schuhe, um arme Hausarme damit zu kleiden und andere bedürftige Arme, wo es meinen Vormunden dünkt, dass es am nötigsten und besten tut zu Trost und Seligkeit meiner armen Seele.

    Auch will ich, dass meine Vormunde zuwanden und zu Hilfe geben sollen von meinen nachgelassenen Gütern armen ungescholtenen Jungfrauen 60 M Lübsch um sie damit zur Ehe zu bringen.

    Auch will ich, dass meine Vormunde gehen sollen in Gottes Ehre 30 M Lübsch in Pfennigen und Scherflein in die Hände der Armen, die in den Kirchentüren und auf den Kirchhöfen sitzen, damit sie Gott den Herrn für meine Seligkeit bitten

    Item will ich, dass meine Verwandten zuwenden und geben sollen armen bedürftigen Schülern, die Priester zu werden gedenken, 40 M Lübsch einem jeden nach seiner Not.

    Item zu st. Brigitten bei Mölln gebe ich Lebensmittel so gut wie 12 M Lübsch

    Item in das Kloster zu Perleberg gebe ich 8 M Lübsch zu ihrer Not.

    Item zu Warendorf, in Westfalen gelegen, gebe ich den armen Leuten die vor dem Emser Tor wohnen, 6 M Lübsch zu ihrer Not.

    Auch gebe ich darselbst den armen elenden Siechen, die dort vor dem Freudenborsten Tor wohnen 6 M Lübsch, ihnen nach Gutdünken meiner Vormunde, dass sie alle Gott den Herrn treulich für meine Seele bitten.

    Item Ursula, meiner Wirtin, gebe ich zu Eigentum mein Haus und Hof, darin ich wohne mit allem Hausrat und Recht, wie ich es gebraucht habe, Betten, Bettgewandt, Kisten und Kistenware, Kannen, Kessel, Töpfe, mit allen nichts ausgenommen. Dazu gebe ich 200 M barer Pfennige und 3 silberne Schalen und 12 silberne Löffel.

    Auch will ich, dass sie soll behalten die Morgengabe und will, dass meine vorbenannte Hausfrau Ursula mit diesem Erbe Schenkungen und Gaben abgefunden und geschieden sein soll von meinen anderen Gütern.

    Item so gebe ich meinen Kindern Hanaken. Arnt, Berndken und Talcke von Ursula, meiner wirtinnen geboren und ebenso welches oder welche mehr - mir zugehörig - dazu kommen, 400 M Lübsch barer Pfennige und will, dass sie damit abgefunden und geschieden sein sollen von allen meinen andern nachgelassenen Gütern.

    Noch verschreibe ich denselben meinen Kindern und Erben geboren oder ungeboren, 1600 M Lübsch unter folgender Bedingung: seis dass sie leben und zu ihren mündigen oder ihren mannbaren Jahren kommen werden. Falls ihrer Welche unmündig und unverheiratet sterbe so will ich, dass des verstorbenen Kindes Anteil fallen und kommen soll auf die lebenden Geschwister, so oft das ist.

    Wenn sie aber alle unmündig oder unverheiratet stürben, will ich, dass meine Vormunde sollen geben von dem vorbenannten 1600 Mark 800 in Gottes Ehre und in die Hände der Armen, wo es ihnen dünkt dass es gänglich von Nöten ist. Und die andern 800 Mark sollen danne fallen und kommen auf meine nächsten Erben.

    Und will ich auch, dass meine Vormunde dieses vorbenannten 20hundert M Lübsch sollen bewahren in guter Weise Stadtrenten und meinen Kindern das verwalten, wie ich es ihnen wohl anvertraue, bis zu der Zeit da sie leben und mündig werden.

    Auch verschreibe ich meinen Kindern all mein Silberzeug ausgenommen die 3 silbernen Schalen und die 12 silbernen Löffel in vorbenannter Weise.

    Item Hans Jagehasen, meinem Bruder, gebe ich 150 M Lübsch. Davon soll er entrichten und bezahlen die 100 Mark, für die ich gebürgt habe nach Ausweis der Stadt Lübeck Buch.

    Item Bernt Jagehasen, meinem Bruder, gebe ich 40 M Lübsch, falls er sich und wohl aufführt nach Rat und Gutdünken meiner Vormunde und nach Erkenntnis mehrerer frommer Leute. Aber falls er sich nicht so aufführt, so gebe ich ihm 20 M Lübsch 38 und nichts mehr.

    Item Katharina Kosters gebe ich 1 rheinischen Gulden zu freundlichem Andenken.

    Item gebe ich Hans Schinkels, meines Vetters, Sohn Hans Schenkels, 100 M Lübsch, wenn es sich zu Lübeck niederlässt und ein Weib zur heiligen Ehe nimmt, auch gebe ich Claves Schinkel 40 M Lübsch, auf dass er sich in Lübeck niederlässt und dort ein Weib zur heiligen Ehe nimmt.

    Item Greteken Stovemans, meiner Schwester, Kinder gebe ich zusammen 30 M Lübsch, wann sie mündig werden oder heiraten.

    Item meiner Schwester Drutke Gerkens und ihren Kindern gebe ich zusammen 30 M Lübsch, ihnen zu geben nach Rat und Gutdünken meiner Vormundte.

    Item jeder meiner Mägde gebe ich 10 M Lübsch.

    Item alle meine Kleider, die mir auf den Leib geschnitten sind, wie ich sie gebraucht habe, gebe ich meinen beiden Brüdern zusammen zu freundlichem Gedächtnis

    Item meinen nachgeschriebenen Vormunden gebe ich jedem 2 rheinische Gulden zu gutem Gedächtnis.

    Item falls ich etwas mehr vergeben will und meine Vormunde das mit meiner eigenen Hand in meinem Rechnungsbuch geschrieben finden, so will ich sothane Schenkung und Schrift in voller Macht gehalten haben, gleich als sei sie in meinem Testament gegenwärtig begriffen.

    Item von all meinen Anderen nachgelassenen Gütern beweglich oder unbeweglich, sie seien welcherlei sie seien ohne das sie sind klein oder gross, nichts ausgenommen, die da nach Entrichtung meines Testaments und letzten Willen übrig bleiben, will ich, dass meine Vormunde die Hälfte des Gutes zuwenden an arme Gotteshäuser und in die Hand armer Hausarmer und anderer bedürftiger Armer, wo es ihnen dünkt, dass es am allerbesten angebracht ist zur Seeligkeit meiner armen Seele.  Und die andere Hälfte der übrig gebliebenen Güter sollen sie geben und reichen meinen nächsten Erben.

    Zu meinen Vormündern wähle ich die ehrsamen Männer Hans Jagehasen, meinen Bruder, Hans Schinkel, meinen Vetter, Simon Koster, Hinrik Licher und Hans Eligmann und will sooft einer von ihnen stirbt, dass dann die anderen Lebenden einen biederen Mann wieder an des Toten Stelle wählen, so oft das nötig ist, bis dies mein Testament und letzter Wille geordnet erfüllt und entrichtet ist.

    Alle diese vorgeschriebenen Stücke, Pukte und Artikel und jeden besonders will ich stets fest und unverbrüchlich halten solange bis ich sie mit lebendiger stimme wisslich widerrufe. Geschrieben nach der Geburt Christi unseres Herrn tausend vierhundert Jahr danach in dem vierundsiebzigsten Jahre an dem Abend st. Andres, des heiligen Apostels.

    Zeugen sind die ehrsamen geborenen Herrn Herman Smidesbek und Herr Ludke von Thunen, Burmester zu Lübeck.

 

Zum Grabstein: Die Bau - und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck Bd. II, Lübeck 1906, S. 389:

    Grabstein des um die Stiftung des Altars der Schinkel-Kapelle (=in der Marienkirche) verdienten, am 30.11.1497 gestorbenen Kaufmanns Arndt Schinkel. 2,16x1,19 m groß, seit 1883 an der Nordwand dieser Kapelle aufgerichtet. In der Mitte von einem Schriftband umgebener, von grossen Würmern und Kröten benagter Leichnam, zwischen dessen Füßen ein Schild mit der Schinkelschen Marke (=Hausmarke) angebracht ist. Am Rande zwischen den 4 Evangelistenzeichen die Umschrift ANNO! DNI MCCCCXCVII DIE A(N)DREE (VON) ARNT SCHINKEL AN(N)O DNI M... Die Fortsetzung auf der Langseite zur Linken ist gleich der Aufschrift des Spruchbandes getilgt, um späteren Grabschriften Platz zu machen.

 

IV. Anneke Schinkel

SCHINKEL Anneke-2905 wurde 1475 in Lübeck geboren. Sie starb 1546 in Lübeck.

Anneke heiratete

in erster Ehe 1495 FRENCKING Paul d.Ä.-2904  

in zweiter Ehe MOLLENHUSEN NN-2906  1500. NN wurde 1470 geboren.

in dritter Ehe FALKE Hermann-2907  1504 . Hermann wurde 1470 geboren

 

2912N

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