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Version 1.07.03
© ZeitLebensZeiten
2007 ff.
 

Waldböckelheim 1912 - Faktorei

Wenige Kilometer westlich von Bad Kreuznach liegt der kleine Ort Waldböckelheim. In frühlinghafter Mittagszeit wirkt der Ort wie verschlafen, wenn da nicht die Schulkinder mit Bussen nach Hause kämen. Beinahe im Ortskern des reinland-pfälzischen Ortes, an der Hauptstrasse bzw. an einer kleinen Straßenabzweigung steht eher unauffällig die „Ehemalige Kurmainzer Faktorei“.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz schreibt auf ihrer Internetseite:

„Der freiadelige Hof im alten Ortskern von Waldböckelheim entstand um 1575. Die Hofanlage war von 1755 bis 1806 "Factorei und Zehntreceptur" des Mainzer Domkapitels. Seit dem 10. Jahrhundert stand ihm der Große Zehnte in Waldböckelheim von allem urbargemachten Land zu. Urkundlich ist belegt, dass unter Willigis Ende des 10. Jahrhunderts bzw. Anfang des 11. Jahrhunderts die erste Kirche, das Patronatsrecht und das Recht des Zehnten verliehen wurden. Im Jahr 1471 erhielt die Kurpfalz mit der Eroberung des Amtes Böckelheim die Hälfte des Zehnten von Waldböckelheim. Aus dieser Verbindung erklärt sich, dass am Renaissance-Standerker des Hofes die Embleme der Mainzer Erzbischöfe zu finden sind und an der Zehntscheune, die um 1735 neu erbaut werden, das Wappen des damals regierenden Erzbischofs von der Eltz.

Durch jahrzehntelange Verwitterung und eine fehlerhafte Ausbesserung mit Zementmörtel um 1960 war der Sandstein des Gebäudes erheblich zerstört. 2001/2002 hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Restaurierung der Fassade und der Fenster des Erkers gefördert. [Quelle: denkmalschutz.de/index.php?id=2251 / 24.6.2009]

Der Beitrag im Jahrbuch der Denkmalpflege in der Rheinprovinz aus dem Jahr 1912 spricht nicht über die Kurmainzer Faktorei, sondern über das “Schmidtsche Haus” in Waldböckelheim. Es handelt sich aber um ein und dasselbe Gebäude. Der Beitrag von 1912 enthält einige Vermutungen zu den Figuren des Erkers, vor allem aber eine besonders schöne und detailreiche Zeichnung von Denkmalpfleger und Regierungsbaumeister Paul Thomas., der an der Sanierung selbst nicht beteiligt gewesen sein dürfte, da er erst im März 1912 zur Denkmalpflege der Rheinprovinz gekommen war.

Der oben zitierte Artikel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz knapp 100 Jahre später zeigt die Erkenntnisfortschritte und vor allem die Kontinuität bei dem Bemühen, den Renaissance-Erker zu erhalten.
 

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