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Version 1.07.03
© ZeitLebensZeiten
2007 ff.
 

Schulbau in Treptow 1908

Im Jahre 1908 baute Paul Thomas während seiner Ausbildungsphase als Königlicher Regierungsbauführer in Treptow eine 16-klassige Schule. Es entstand ein Gebäude, das auch ein Stück deutscher Geschichte widerspiegelt.

Ausgangspunkt der Recherchen war ein Zeugnis im Nachlaß von Paul Thomas, das ihm bescheinigte, im Jahre 1908 die Schule in Berlin Treptow weitgehend allein geplant und gebaut zu haben. Die Erkenntnis, dass die von Paul Thomas gebaute Schule Wildenbruchstrasse 54 in Berlin-Treptow (gute 10 Minuten Fußweg entfernt von der S-Bahn-Station Treptower Park)tatsächlich noch steht, ist das Ergebnis langwieriger, diverser Kombinations- bzw. Forschungsschritte. Die Anfrage beim Museum Treptow brachte eine Broschüre auf den Tisch, die die Schulen im Bezirk Treptow-Köpenick beschreibt. Nur eine einzige Schule wurde in diesem Kreis im Jahr 1908 eröffnet und nur diese hatte auch 16 Klassen. Dies stimmte mit dem Zeugnis aus dem Jahre 1912 für die Tätigkeit Paul Thomas in den Jahren 1907/1908 überein.

Die Broschüre berichtet, dass der Bau der Schule Bouchéstrasse im Jahre 1906 nicht ausreichte, um die vielen Schüler zu fassen: „So wurde 1908 in der Wildenbruchstrasse 54 eine zusätzliche Schule mit 15 Klassenräumen fertiggestellt und am 1. Oktober desselben Jahres in Betrieb genommen. Jetzt konnten die Schüler nach Geschlechtern getrennt unterrichtet werden. Die Knaben verblieben an der 1. Gemeindeschule in der Bouchéstrasse... Die Treptower Mädchen wurden im Herbst 1908 der 4. Gemeindeschule in der Wildenbruchstrasse 54 zugewiesen, die ab Ostern 1909 unter der Leitung von Rektor Dannenbaum stand.“ [Quelle: Treptower Schulgeschichte, Teil 1, Berlin 1995]

Hier handelt es sich also um die Schule, die Paul gebaut hat. 15 Klassenräume und ein Lehrerzimmer ergeben die zuvor genannten 16 Klassen, auch der Begriff „Gemeindeschule“ geht mit diesen Angaben zusammen. Baupläne konnten im Bauarchiv von Treptow nicht gefunden werden, es gibt dort nur Akten für die Zeit ab 1908. Nachfragen in den Landesarchiven von Brandenburg in Potsdam und dem Landesarchiv blieben [vorerst?] ohne Ergebnis.

Fotografien aus der Bauzeit des Jahres 1908 liegen nicht vor. Schon 1914 gab es aufgrund des großen Bevölkerungszuwachses einen Erweiterungsbau. Den 2. Weltkrieg überstand der Bau etwas beschädigt, nach dem Kriege wurde er erst von der russischen Besatzungsmacht genutzt, bevor er relativ bald wieder der Bildung von Schüler dienen konnte.

Die Lage der Schule an der Grenze zwischen Berlin Neukölln(West-Berlin) und Berlin Treptow (Ost-Berlin)führte dazu, dass die Schule ab 1961 bis 1989 direkt auf der DDR-Seite an der Mauer und dem dazugehörenden Grenzstreifen lag. Die Schulnutzung ging auch nach dem Fall der Mauer weiter, im Wege der Reformen und Veränderungen gab es viele Wechsel in der Belegung. Die Schulleitung des Jahres 2008 gestattete dankenswerterweise einige Aufnahmen von der Innenarchitektur des Gebäudes zur Dokumentation des Baues von 1908, der im Oktober 1908, also vor gut 100 Jahren eingeweiht wurde. Einige Elemente der Innenarchitektur erinnern an den alten Bau der Technischen Universität in Berlin.
 

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