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Version 1.07.03
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2007 ff.
 

Bere

Über die Vorfahren Bere, die Bürger und Ratsherren, ja Bürgermeister in Lüneburg waren, führt der Weg zu Lüneburger Familien zurück bis 1160 und damit zu einer der blühendsten norddeutschen Städte des Mittelalters.

Lüneburg war seit je ein wichtiger Platz auf vielen Wegen: 13 alte Heerstrassen sind nachgewiesen die in Lüneburg zusammentrafen oder von hier ausgingen, beschreibt Wilhelm Reinecke in seiner „Geschichte der Stadt Lüneburg“ (Lüneburg, 1933). Von Ost nach West, von Nord nach Süd, eine gute Voraussetzung für Güter- und Personenverkehr. Hinzu kommt der Fluß Ilmenau, der in die Elbe mündet und mithin Verbindung zum Hamburger Hafen hat.

Im 12. Jahrhundert, so Reinecke (S. 59 ff), gab es wahrscheinlich 2000 Wohnhäuser mit ungefähr 14000 Einwohnern.

Das Bürgerrecht und die Wählbarkeit in die Ratsversammlung, die 24 bis 30 Mitglieder hatte, waren offensichtlich die Regel, wenn man über Besitz in der Stadt verfügte und „persönliche Freiheit“ hatte, also nicht abhängig war. So gehörten Knechte, Lehrlinge, Kaufgesellen u.ä. zum Betrieb des Meisters. Sie konnten die Bürgerrechte erst erwerben, wenn sie selbst Meister wurden. Dennoch wurden auch abhängige Mitbewohner der Stadt zu Bürgern ernannt.

Die (meist 12) Ratsherren waren, so Reinecke (a.a.O. S. 70 ff) ein wichtiges Organ zur Steuerung der Stadt. Wichtige Urkunden wurden von allen Ratsmitgliedern unterzeichnet. Zwei Ratsherren bildeten die Spitze des Gremiums als Bürgermeister, ausscheidende Mitglieder rückten in der Regel nach. Sogenannte „Zwei-Männer-Ausschüsse“ wurden für verschiedene Aufgaben gebildet, z.B. zur Verwaltung des Heilig-Geist-Stiftes [s.u.Bere], dem Bierkeller, der Kämmerei, dem Gericht, den städtischen Innungen, wobei zwei Mann durchaus mehrere Themen zu verwalten hatten.

Väter und ihre Söhne konnten gleichzeitig im Rat sein. Das erklärt, dass bei den Angaben zu den einzelnen Mitgliedern einer Familie tatsächlich oftmals Vater und Sohn gleichzeitig im Rat saßen. Eheverträge zwischen Bürgerfamilien Lüneburgs wurden vor der Ratsversammlung verlesen und in das Stadtbuch eingetragen

Die Ratsverfassung von Lüneburg basierte mit ihrem ideologischen Kern des Zusammenhalts und der Zusammenarbeit in der Gemeinde wohl auch auf den Lebensumständen, die das Arbeiten in den Salinen erforderte. Man musste sich helfen, ablösen, wechselweise Verantwortung übernehmen.

Die Namen der Lüneburger und somit der Ratsmitglieder sind, wie Reinecke nachweist (S. 79) oftmals Herkunftsnamen, wie „von Melbeck“, „Abbenborg“ u.a.m.. Auf die Stadt Lüneburg als Wohnort verweisen Namen wie „up deme Sande“, „vam Schilsten“. Auf Berufe verweisen Namen wie „de Goldsmet“, „van der Möhlen“. „Auf dem Sande“ ist schon im Mittelalter offenbar eine zentrale und so große Straße, das sie nicht befestigt werden konnte (S.45), sondern eben aus Sand bestand. Und der Namensträger besaß dort ein Haus, in dem er wohnte.

Schon im Mittelalter gibt es immer wieder Verflechtungen mit Familien aus den norddeutschen Städten.

Viele Bürger übernahmen über das Ratsherren-Engagement auch weitere soziale Pflichten. Vom Bürger Johann von der Möhlen dem Älteren ist, so Reinecke (S. 113), überliefert, dass er dem Michaeliskloster von Lüneburg im Jahre 1216 „die beträchtliche Summe von 50 Mark“ schenkte: „Die Zinsen wurden bestimmt zur Verteilung an Arme aus der Fremde (‚pauberibus ex peregrina venientibus’), die an den Türen um Gottes Willen eine Gabe erbitten würden.

Von den Ratsfamilien , die im 12. Jh. Vertreter entsandt hatten, waren im 14. Jh. wieder ausgeschieden oder abgewandert (Reinecke 357ff): Goldsmet; Melbeke; Paron; Schilsten. Übrig blieben nur: Hoyers; Van der Molen (Wappen mit Jungefernköpfen) 5 Ratmannen gestellt; Van der Molen (mit Rädern im Wappen) 14 Ratsmannen, 6 Bürgermeister; Van der Mölen Sülfmeister

Die hier aus vielen, vielen anderen Ratsfamilien ausgewählten Namen sind jene, die im Zusammenhang mit den Vorfahren Bere eine Rolle spielen. Mit den vorstehenden Informationen sind die Erkenntnisse zur Rolle der Beres und der anderen Familien in Lüneburg zumindest grob umschrieben.

Von den Vorfahren der Adele Bere-1857 sind sechs Generationen bekannt. Die Besonderheit ist, dass die Familie Bere nicht nur in Lüneburg, sondern auch in Lübeck Verantwortung im Rat der Stadt übernahm.
 

1857Vn


Die Familiengeschichte der Bere in Lüneburg und Lübeck seit dem ältesten bekannten Bere, Arnold Bere-1900:

 

I. Arnold Bere d.Ä.

 

1900Nn

BERE Arnold d.Ä.-1900 wurde 1270 in Lüneburg geboren. Er starb vor 1331 in Lüneburg 

1307 Bürger in Lüneburg; 1307-1319 erwähnt; 1331 tot; Familie soll aus Lübeck zugewandert sein.

Arnold heiratete GOLDSCHMIT Mechthild-1901 Tochter von GOLDSCHMIT Verdewart-1910 und WRIGE Hille-1911 1300 in Lüneburg . Mechthild wurde 1275 in Lüneburg  geboren. Sie starb 1331 in Lüneburg.
1331 in Lüneburg erwähnt.
Arnold und Mechthild hatten die folgenden Kinder:

BERE Arnold-1892  wurde 1300 in Lüneburg geboren

 

II. Arnold Bere d.J.

BERE Arnold-1892  wurde 1300 in Lüneburg geboren. Er starb 1364 in Lüneburg .

1338-1364 als Bürger in Lüneburg erwähnt

Arnold heiratete BADEGO NN-1893 Tochter von BADEGO Willeken-1902 und NN BADEGO NN-1903 1330 in Lübeck . NN wurde 1305 in Lübeck geboren. Sie starb 1351 in Lüneburg .
Arnold und NN hatten die folgenden Kinder:

BERE Heino-1880 wurde 1330 geboren

 

III. Heino Bere

BERE Heino-1880 wurde 1330 in Lüneburg  geboren. Er starb 1388 in Lüneburg.

Bürger und Kaufmann in Lüneburg; 1357-1388 erwähnt_

Heino heiratete HOYER Hille-1881 Tochter von HOYER Borchard-1894 und NN HOYER NN-1895 1357 in Lüneburg . Hille wurde 1335 in Lüneburg geboren.
Sie hatten die folgenden Kinder:

BERE Heinrich-1870 wurde 1365 in Lüneburg  geboren

 

IV. Heinrich Bere

BERE Heinrich-1870 wurde 1365 in Lüneburg  geboren. Er starb 1434 in Lüneburg.

1395 Ratsherr in Lüneburg; 1409 Bürgermeister in Lüneburg; 1410 Vorsteher des Hl. Geist-Hospitals in Lüneburg

Heinrich heiratete HOGEMANN Mechthild-1871 Tochter von HOGEMANN Dietmar d.J.-1882 und VON ABBENBURG Beata-1883 1394 in Lüneburg. Mechthild wurde 1370 in Lüneburg (?) geboren.
Heinrich und Mechthild hatten die folgenden Kinder:

BERE Johann-1862 wurde 1395 in Lüneburg (?) geboren.
 

 

V. Johann Bere
 

1862Nn

BERE Johann-1862 wurde 1395 in Lüneburg (?) geboren und zog dann offensichtlich nach Lübeck. Er starb am 03. Juli 1451 in Lübeck .

Mit Johann Bere weitet sich die Vorfahrenkette nach Lübeck und führt in die dortige hoch entwickelte Bürgergesellschaft. Zum besseren Verständnis seien zwei Entwicklungen in der Darstellung anderer zitiert: Die Bildung der Zirkelgesellschaft, in der sich die oberste Schicht Lübecks, verband sowie der Aufstand gegen den Lübecker Rat im Jahre 1408.

Die Zirkelgesellschaft war eine Vereinigung der städtischen Oberschicht in Lübeck. Der offizielle Name der am 2. September 1379 gegründeten Bruderschaft von Fernhandelskaufleuten war Gesellschaft der heiligen Dreifaltigkeit zu Lübeck. Wegen ihres Zeichens, einem offenen Zirkel in einem unten etwas offenen Kreis - einem Symbol der Trinität - wurde sie jedoch allgemein Zirkelgesellschaft oder Zirkelkompanie genannt. Später war sie auch unter dem Namen Junkerkompanie bekannt. Der Begriff Junker bezeichnet in diesem Zusammenhang jüngere männliche Mitglieder von ratsfähigen Familien. Der Zusammenhalt der führenden, meist aus Westfalen zugewanderten Familien war seit Gründung der Stadt eng;

Philippe Dollinger verweist auf ein Schreiben aus dem Jahr 1380, wonach die Mehrzahl der Ratsmitglieder zumindest im 3. Grad verwandt waren.Die Gesellschaft verband religiöse mit repräsentativen und politischen Motiven. Die Gründungsurkunde war an sich ein Vertrag über die Gebetsverbrüderung zwischen den Gründern und den Franziskanern an St. Katharinen: Neun Personen, Boldewin Speygeler, die Brüder Gerd und Hermann Darsow, die Brüder Heinrich und Johann Meteler, Marquard von Dame, Jacob Holk, Hermann More oder Morum und Arnd von der Brügge, schließen einen Vertrag mit den Mönchen des Katharinenklosters, die ihnen eine Kapelle in ihrer damals noch neuen Klosterkirche überlassen. In dem Vertrag verpflichten sich die Mönche, für diese neun Personen und für alle künftigen Mitglieder ihrer Gesellschaft und Brüderschaft täglich eine Messe zu lesen, Sonntags unmittelbar nach der Predigt, an Wochentagen nach Beendigung der übrigen Messen. Sie nehmen sie in die Gemeinschaft aller ihrer guten Werke auf und verpflichten sich, beim Tod eines Mitglieds der Gesellschaft für sein Seelenheil alle die Gebete und die übrigen guten Werke zu verrichten, die sie für die Brüder ihres eigenen Klosters zu verrichten pflegen. In der Außendarstellung der Gesellschaft spielten die Lübecker Fastnachtspiele eine große Rolle.

Nach dem Lübischen Recht zählte sie zu den im Rat der Stadt vertretenen Kaufleutekorporationen, aus denen sich der Rat personell selbst ergänzte. Tatsächlich war sie über Jahrhunderte - insbesondere angesichts ihrer im Verhältnis zu den übrigen Korporationen geringen Mitgliederzahl - im Rat stark überproportional vertreten und stellte die Mehrheit der Lübecker Bürgermeister. Von ihrer Gründung bis etwa zum Kassarezess (mit Ausnahme der Jahre 1408-1416, in denen die Gesellschaft aufgrund einer vorübergehenden Machtverschiebung faktisch nicht existierte; erst 1429 erhielt sie neue Statuten) stellte sie aufgrund dieses Einflusses das eigentliche gesellschaftliche Machtzentrum der Lübecker Thalassokratie dar, zu der auch Kaufleute aus anderen Korporationen überwechselten, sobald sie gebeten wurden.

Nach der Rekonstituierung der Gesellschaft im Jahre 1429 betrieb der Bürgermeister Hinrich Castorp in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts den Kurswechsel der Zirkelgesellschaft von einem reinen Zusammenschluss erfolgreicher Fernhandelsleute zu einer Interessenvertretung des inzwischen entstandenen Lübecker Patriziats.

1483 gehörte nur ein einziger Ratsherr nicht dieser Gesellschaft an. Die erfolgreichen Gründerfamilien Lübecks fingen zu dieser Zeit an, die Lebensgewohnheiten des umgebenden Adels zu kopieren, landwirtschaftlichen Grundbesitz zu erwerben und von Renten aus Anleihen und Grundbesitz zu leben. Aus dieser Schicht rekrutierten sich, immer neben hinzukommenden erfolgreichen Aufsteigern, fortan die Mitglieder dieser vornehmsten Kaufmannskorporation Lübecks....

In der ersten Zeit mietete sich die Gesellschaft für ihre winterlichen Zusammenkünfte unterschiedliche Häuser. 1479 erwarb sie das Haus Königstraße 21, das bald zu einem Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Stadt wurde.

Die sommerlichen Veranstaltungen fanden in der Olafsburg, einer Art Wasserschloß an der Wakenitz zwischen dem Hüxtertor und dem Mühlentor statt, später auch auf dem Herrenhaus in Groß Steinrade, das mit Malereien zur Geschichte der Zirkelgesellschaft ausgeschmückt war.

In den Unruhen der Reformationszeit geplündert und verwüstet, wurde das Haus zwischen 1538 und 1580 nicht genutzt, dann nach der Wiederherstellung der Gesellschaft zwischen 1581 und 1584 erneuert. 1776 bis 1779 wurde es nach Ideen von Friedrich Bernhard von Wickede im Zopfstil noch einmal erneuert und erweitert. Nach der Auflösung der Gesellschaft kam das Haus in den Besitz der Stadt, die es dem Oberappellationsgericht der vier Freien Städte zur Verfügung stellte. Danach wurde es zunächst vom Staatsarchiv des Staates Lübeck genutzt, später als Öffentliche Bücherei und als Dependance des Katharineums. Heute beherbergt es das Willy-Brandt-Haus Lübeck der überparteilichen Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.
[Quelle: de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=96101758]
 

Johann Bere ist zweifellos einer der einflussreichsten Ratsherren und Bürgermeister Lübecks gewesen. Er war am 6oer Ausschuss beteiligt, der im Jahre 1408 in den Lübecker Unruhen eine Rolle spielte. Uwe Bahnsen beschrieb in einem sehr viel ausführlicheren als hier zitierten Artikel (aus dem Jahr 2010) anschaulich die Entwicklung in den Hansestädten Hamburg und Lübeck im Jahr 1408 ff.u.a. so:

„Am 20. April 1410 hatten sich die Abgesandten der Hansestädte in der aufblühenden Handelsmetropole an der Elbe versammelt, um einen neuen "Vorort" für das Schutz- und Trutzbündnis zu bestimmen. Gemeint war damit die "Hauptstadt" der Hanse. Traditionell war das Lübeck.

Aber in der Travestadt war es 1408 zu einem schweren Verfassungskonflikt gekommen, weil die von der politischen Mitwirkung ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen rebelliert hatten. Entzündet hatte sich dieser bittere Streit an der Forderung des Lübecker Rates, die Bürgerschaft solle höheren Abgaben zustimmen. Die Stadtväter begründeten das mit den Schulden aus den Lasten früherer Kriege, mit der Sicherung der Handelswege zu Lande und zur See, aber auch mit den Ausgaben für den Stecknitzkanal und mit den Aufwendungen für den diplomatischen Verkehr mit auswärtigen Mächten.

Die Ersten, die sich weigerten, mehr zu zahlen, waren die Brauer, denen rasch die übrigen Handwerksämter folgten. Die Rebellen wählten einen Ausschuss von 60 Bürgern, der dem Lübecker Rat ein Sündenregister mit 100 Artikeln vorhielt. Einige Stichworte daraus wirken auf den heutigen Betrachter durchaus vertraut: Missstände bei der Rechtsaufsicht des Rates über Handel und Handwerk, undurchsichtiges Haushaltsgebaren, zu hoher Schuldenstand, zu viel Repräsentationsaufwand für Städtetage, vor allem aber: zu viel Geheimniskrämerei, mangelnde Mitwirkungsrechte der Bürgerschaft.

Diese Vorwürfe galten vor allem den vier Bürgermeistern und ihren nächsten Anhängern. Der Streit spitzte sich dramatisch zu, es kam zu Tumulten vor dem Lübecker Rathaus, und schließlich verließen 15 der 23 Ratsherrren, darunter die vier Bürgermeister, die Stadt. Dieser bisherige Rat warb in den Hansestädten emsig um Bundesgenossen und erwirkte überdies im Januar 1410 bei dem Reichshofgericht einen Beschluss, mit dem Lübeck unter Reichsacht gestellt wurde. Das war eine Ächtung mit einschneidenden politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen, zum Beispiel im Hinblick auf die mögliche Beschlagnahme von Handelsgütern.(...)
[Quelle: welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article7159326/Bis-Gott-es-anders-fuegt.html]


Hamburg war dann nur kurz ein wenig Hauptstadt der Hanse, in Lübeck kam bald alles wieder in Ordnung. In dem Standardwerk zum Lübeckischen Rat schreibt E.F. Fehling, der selbst Ratsherr war (und Pate von Thomas und Heinrich Mann), über Johann Bere und dessen umfangreiche Tätigkeit für Lübeck (und erwähnt dabei den 60er Ausschuss)

„Johann Bere, Schonenfahrer.

1416 Ratsherr und 1436 zum Bürgermeister erwählt. Er war Mitglied des Sechziger-Ausschusses gewesen und gehörte 1415 zu den Bürgern, die namens der Gemeinde dem Rate Vollmacht zur Verhandlung mit König Sigismund erteilten.

1426 im Interesse eines Ausgleichs zwischen dem Herzog Wilhelm von Braunschweig und dem Erzbischof von Bremen tätig. 

Im Frühling 1427 Befehlshaber auf der 1übschen Flotte bei der Belagerung von Flensburg.

Auch 1428 befehligte er auf der lübschen Flotte. 1428, Aug., mit Verhandlungen zwischen dem Herzog Wilhelm und der Stadt Lüneburg betraut.

Zu Friedensverhandlungen mit König Erich im Sept. in Nyköping, ebenso auch im Juli 1430, und in Helsingborg Dez. 1430.

 Im Aug. 1432 bei den Verhandlungen, die zu einem fünfjährigen Waffenstillstande führten. Juli 1437 Gesandter der Hansestädte nach Deventer zu Friedensverhandlungen mit den Holländern. 1439, Juni, schloß er als einer der hansischen Vertreter zu Lübeck den Friedensvertrag mit den dänischen Reichsrittern ab.

1442 verhandelte er in Segeberg mit Herzog Adolf von Holstein. Auf vier großen Hansetagen zu Lübeck (1426, 30, 34, 41) vertrat er die Stadt. Verheiratet mit einer Tochter des lüb.Bürgers Ludeke Boytin.

Er war ein sehr reicher Mann:

1429 lieh er gemeinsam mit Hinrich Rapesulver der Stadt 4000 Mk. zur Kriegführung. Mitglied der Zirkelkompagnie. 1439 erhielt er von König Albrecht II. die Insignien des von diesem gestifteten Ordens.“ [Quelle: E.F. Fehling Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1928, Nr. 500]
 

[In dieser Zeit um 1417 ff. war auch Konrad Brekewold, ein anderer Vorfahr im ZeitLebensZeit-Projekt in Lübeck für den Rat tätig].

Johann Bere heiratete BOITIN Margarete-1863 , eine Tochter des Lübecker Bürger Ludeke Boitin, 1420 in Lüneburg (?). Margarete wurde 1400 in Lübeck geboren. Die Schreibweise variiert, es gilt auch Boytin [Quelle: E.F. Fehling Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1928, Nr. 500]

Johann und Margarete hatten die folgenden Kinder:

BERE Adele-1857 wurde 1420 in Lübeck (?) geboren.

BERE Johann II -4088 1455 Ratsherr. Sohn des Ratsherrn gleichen Namens. Verheiratet mit Mechtild, Tochter des Detlef Bonhorst. Wohnte Königstraße 39. Mitglied der Zirkel-Gesellschaft seit 1447. Gestorben 1457 [Quelle: E.F. Fehling Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1928, Nr. 537]

BERE Ludecke- 4087. 1460 Ratsherr. Sohn des Ratsherrn Johann Bere I und Bruder des Ratsherrn Johann Bere 11 (537). Verheiratet mit einer Tochter von Jordan Pleskow. Eigentümer von Klein Stein rade und Eckhorst. Wohnung: Königstraße 39. Seit 1443 Mitglied der Zirkel-Gesellschaft. Gestorben 1488. [Quelle: E.F. Fehling Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1928, Nr. 542]

    Sohn: Bere Johann -4089 1489 Ratsherr. Kämmereiherr 1502-04. Sohn des Ratsherrn Ludeke Bere. Verheiratet mit Gertrud, Tochter des Bürgermeisters Heinrich Castorp (533). Eigner der Güter Eckhorst und Kl. Steinrade. Wohnung: Breite Straße 31. Mitglied der Zirkel-Gesellschaft seit 1470. [Quelle: E.F. Fehling Lübeckische Ratslinie, Lübeck 1928, Nr. 573]

 

VI. Adele Bere
 

1857Nn

BERE Adele-1857 wurde 1420 in Lübeck  (?) geboren

Adele heiratete GRAUERT Fritz (3)-1856

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