Zeit
Lebens

Zeiten


Bitte beachten Sie die

Hinweise

zum Projekt
zur Darstellung,
 zu den Quellen zum Urheberrecht

 

Logo 2014 A


ZeitLebensZeiten
Version 1.07.03
© ZeitLebensZeiten
2007 ff.
 

Askanier-Anhalt

I. Bernhard III. von Sachsen

SACHSEN VON Bernhard III (Askanier)-2771 wurde 1140 geboren. Er starb am 09. Februar 1212.

Bernhard heiratete POLEN VON Judith-2772 Tochter von POLEN VON Mieszko der Alte-3297 und BERG VON Salome-3298 1177. Judith wurde 1152 geboren. Sie starb am 12. Dezember 1201.
Bernhard und Judith hatten die folgenden Kinder:

ANHALT VON Heinrich I. (Askanier)-2769 wurde 1170 geboren. Er starb 1252. siehe unten

Bernhard, Herzog von Sachsen war Herzog von Sachsen, Graf von Anhalt und Ballenstedt, Herr zu Bernburg. Bernhard war der jüngste Sohn Albrechts des Bären aus dem Geschlecht der Askanier und der Sophie von Winzenburg. Er wurde 1140 geboren. Im Jahre 1157 wohnte er zusammen mit seinem Vater und seinen Brüdern dem Begräbnis Konrads des Großen bei. Im Jahre 1159 begleitet Bernhard nebst seinem Bruder Otto, Kaiser Friedrich I. Barbarossa auf dessen Italienzug. Nach dem Tod seines Vaters erhielt er 1170 als anhaltische Hausbesitzungen den Bezirk von Ascaria (Aschersleben) sowie den ehemaligen Gau Serimunt zwischen Saale, Mulde und Elbe.

Nach dem Tode seines Bruders Adalbert (Albert) von Ballenstedt, wurde er 1171 Graf von Ballenstedt. Im selben Jahr erhielt er von Friedrich Barbarossa auf dem Reichstage zu Goslar das Heimfallsrecht auf die Herrschaft Plötzkau (Plötzke), die 1173 in seinen Besitz überging. Die Grafschaft Plötzkau wurde ihm von Heinrich dem Löwen mit einem Krieg streitig gemacht. Dabei zerstörte dieser Aschersleben und Gröningen und verwüstete Halberstadt. Dennoch konnte sich Bernhard in dieser Auseinandersetzung behaupten.

Zeitraum des Sturzes von Heinrich dem Löwen
Als Heinrich der Löwe 1180 durch Kaiser Friedrich Barbarossa geächtet wurde, verlor dieser auf dem Reichstag zu Würzburg seine Lehen, die Herzogtümer Bayern und Sachsen. Daraufhin erhielt Bernhard am 13. April 1180 auf dem Hoftag zu Gelnhausen mit der Gelnhäuser Urkunde den östlichen Teil der welfischen Lande und das Bistum Bremen mit der sächsischen Herzogswürde. Diese Verleihung des Herzogtums Sachsen war jedoch ohne reellen Wert.

Zuvor war das Herzogtum aufgeteilt worden, so dass es als Länderbesitz nur den Landstrich zwischen der Mark Meißen und der Mark Brandenburg ausmachte. Dabei wurden ihm die Gebiete um Aken und Wittenberg sowie einige andere Besitzungen wie die Burggrafschaft Magdeburg übertragen. Die Würde eines Herzogs von Sachsen war nur ein ‚leerer’ Titel, denn die einst von Heinrich dem Löwen besessenen Länder Engern und Westfalen nebst den herzoglichen Hoheitsrechten hatte sich der Erzbischof von Köln verschafft.

Die Grafen von Holstein wurden von der Lehnshoheit der sächsischen Herzöge entbunden, die Grafschaft Stade kam an das Erzbistum Bremen, Lübeck wurde Reichsstadt, die Pfalzgrafschaft Sachsen ging 1179 an Ludwig III. von Thüringen; zusätzlich nahmen die sächsischen Bischöfe ihre Lehen zurück. Dafür musste Bernhard 1181 den Kaiser bei der Reichsheerfahrt gegen Heinrich den Löwen unterstützen. Im November 1181 unterwarf sich Heinrich dem Kaiser auf dem Reichstag von Erfurt. Erst zu diesem Zeitpunkt erhielt Bernhard von Sachsen neben dem Territorium auch den sächsischen Herzogstitel zugesprochen. Nach der Niederwerfung Heinrichs konnte dieser seine Allodialgüter retten, aus denen später das Herzogtum Braunschweig gebildet wurde

Bernhards Wirken als Sachsenherzog
In Nordalbingien und den Gebieten zwischen Elbe und Ostsee lehnten sich die Lehnsleute bald gegen ihn auf. Nachdem dieser zurückgekehrt war, fanden sie in Heinrich dem Löwen Unterstützung. Bernhard versuchte seine Ansprüche durchzusetzen und wurde dabei von seinen Brüdern, vor allem Otto I., Markgraf von Brandenburg, und Siegfried, nunmehr Erzbischof von Bremen, unterstützt. Als erstes sollten die Vasallen seines Gebietes, bei einem Tag zu Artlenburg, den Eid der Treue schwören. Es kamen die Grafen zu Ratzeburg, Danneberg, Luckow und Schwerin. Der mächtigste aber, Graf Adolf von Holstein, kam nicht und wurde in dessen Folge zunächst sein Widersacher. Streitereien um die Dithmarschen, das westliche Holstein, entbrannten, welches er von seinem Bruder Siegfried als bremisches Lehen erhielt, welcher es so aus der Gewalt des Grafen von Holstein zu entreißen hoffte, allerdings ohne Erfolg.

Bernhard begann nun mit dem Bau der Lauenburg (Polabenburg) an der unteren Elbe, um wenigstens einen festen Punkt am rechten Elbufer zu haben. Bestimmte, ihm feindlich gesinnte Gebiete, belastete er mit hohen Steuern, wodurch es zu einem Angriff gegen die Lauenburg kam und diese 1182 zerstört wurde.

Im Jahr 1183 starb Bernhards Bruder Dietrich von Werben ohne Erben, sein Besitz fiel zum größten Teil an Bernhard.

Der Streit weitete sich nun auch auf die Slawenländer aus. Heinrich Borwin I., der Sohn von Pribislaw, war wie sein Vater ein Anhänger Heinrichs des Löwen, zudem Gemahl von dessen Tochter Mathilde, hielt es somit mit Bernhards Gegnern. Sein Vetter Nikolaus I. (Niklot), der Sohn von Wratislaw von Mecklenburg, den Heinrich 1164 in seiner erstürmten Burg Malchow hatte hängen lassen, ergriff Partei für Bernhard. Um die Freunde Bernhards zu schwächen fielen die aufrührerischen Vasallen in slawische Gebiete ein und verjagten Niclot. Borwin verband sich mit dem Pommernherzog Bogislaw I. und Niclot mit den Fürsten Jaromir I. von Rügen, der ein treuer Lehnsmann der Dänen war. Bogislaw hatte nun den heimlichen Auftrag vom Kaiser den Dänenkönig Knut VI. für seine Huldigungsverweigerung zu bestrafen, wodurch das Land zwischen der Elbe und Oder in eine dänische und deutsche Partei gespalten wurde. Borwin geriet in Gefangenschaft des Dänenkönigs und musste, wie Niclot, sein Land vom Dänenkönig zu Lehen nehmen. Nach verheerenden Einfällen der Dänen in Pommern in den Jahren 1184 und 1185, ereilte Bogislaw dasselbe Schicksal.

Durch den Erfolg der Dänen drängte der Kaiser 1184 zu einem Ausgleich zwischen Bernhard und seinen Vasallen. Graf Adolf III. von Holstein sollte die strittigen Landstriche behalten, musste dafür aber 700 Mark an Bernhard bezahlen und den verweigerten Lehnseid leisten. Graf Bernhard von Ratzeburg und Graf Gunzelin von Schwerin wurden auch zu Zahlungen verpflichtet. Die zerstörte Lauenburg sollte von allen gemeinsam wieder aufgebaut werden. Spätestens nach der zweiten Verbannung Heinrich des Löwen 1188, hielt es Graf Adolf mit dem neuen Oberherren, in der Hoffnung mit ihm sein verlorenes Land wieder zu bekommen. Nach Heinrichs Rückkehr 1188 kam es erneut zu Auseinandersetzungen, bei denen Bernhard Bardowick (im Lüneburgischen) verlor.

Mit der sächsischen Herzogswürde fiel ihm auch das Amt des Erzmarschalls des Heiligen Römischen Reiches zu, womit das Königswahlrecht einherging. Dieses wichtige Recht konnte er erstmalig 1190 bei der Wahl Kaiser Heinrich des VI. ausüben. Auch machte er dessen Unterfangen die deutsche Krone erblich an sein Haus zu binden durch seinen Widerspruch zunichte. 1198 wählte er mit anderen Großen des Reiches Philipp von Schwaben zum König. Dieser wurde jedoch am 21. Juni 1208 von Otto von Wittelsbach auf der Altenburg in Bamberg erschlagen.

Daraufhin wurde eine neue Königswahl anberaumt und man einigte sich in Halberstadt am 22. September auf Otto den IV. als König, der darauf in Frankfurt gekrönt wurde.

Bernhard begründete das sächsische Wappen. Dazu legte er über den alten Schild des askanischen Hauses die fünf schwarzen Balken im goldenen Felde und zum Zeichen der jüngeren Geburt und Linienabzweigs den schrägen Lilienbalken. Den später so genannten Rautenkranz erhielt er von Friedrich Barbarossa auf dem Reichstage zu Gelnhausen 1180. Durch die erworbenen sächsischen Besitzungen verlegte Bernhard seinen Sitz und Hoflager nach Wittenberg, welches bis zum Aussterben der askanischen Linie 1422 als Residenz der Askanier bestehen blieb.

Bernhard verstarb am 9. Februar 1212, als letzter von Albrechts vielen Söhnen und wurde in Ballenstedt in der Kirche des Benediktinerklosters beigesetzt.

Wirkung
Mit der Belehnung Bernhards durch Kaiser Friedrich Barbarossa wurde der lebenslange Kampf des zehn Jahre zuvor verstorbenen Albrecht des Bären um die Macht in Sachsen für die Askanier letztlich erfolgreich beendet. Albrecht selbst war nach der Krönung des Stauferkönigs Konrad III. von diesem mit dem Herzogtum Sachsen belehnt worden, hatte dieses Amt jedoch nur für vier Jahre zwischen 1138 und 1142 inne und konnte sich gegen den Herrschaftsanspruch der Welfen nicht auf Dauer durchsetzen. Barbarossa wiederum unterstützte den Welfen Heinrich den Löwen und zwang Albrecht, dies hinzunehmen. Erst als sich Barbarossa mit Heinrich dem Löwen 1175 überwarf, wurde der Weg für einen askanischen Herzog von Sachsen Wittenberg frei

Erbe
Nach dem Tode Bernhards wurde der Besitz aufgeteilt: Bernhards Sohn Albrecht I. wurde Herzog von Sachsen. Seinem Sohn Heinrich I., Fürst von Anhalt, fielen die anhaltischen Stammgüter zu. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=88312492 , 26.7.2011]

 

II. Heinrich I. von Anhalt

ANHALT VON Heinrich I. (Askanier)-2769 wurde 1170 geboren. Er starb 1252.

Heinrich I., Fürst von Anhalt war ein regierender anhaltischer Landesfürst aus dem Geschlecht der Askanier.

Heinrich heiratete THÜRINGEN VON Irmgard-2770 1211 . Irmgard wurde 1197 geboren. Sie starb 1244. Sie wurde in Ballenstedt bestattet.
Heinrich und Irmgard hatten die folgenden Kinder:

1. ANHALT-ASCHERSLEBEN VON Heinrich II. der Fette-3299 .

2. ANHALT-KÖTHEN VON Siegfried I Graf (Askanier)-2767 wurde 1230 geboren. Er starb am 25. März 1298. siehe unten

3. ANHALT-BERNBURG VON Bernhard I.-3300

Heinrich I., Fürst von Anhalt war ein regierender anhaltischer Landesfürst aus dem Geschlecht der Askanier. Nach dem Tode seines Vaters, Herzog Bernhard III. im Jahre 1212 wurde das Land, wie bei den Askaniern üblich, unter die beiden Söhne des Verstorbenen aufgeteilt: Heinrich übernahm die Regierung in Anhalt und Albrecht übernahm das sächsische

Gebiet. 1218 wurde Heinrich in den Fürstenstand erhoben. Heinrichs berühmtester Ministerialer war Eike von Repgow (um 1180 - nach 1233) aus Reppichau, der vermutlich auf der anhaltischen Burg Falkenstein (Harz) bei Ballenstedt den Sachsenspiegel verfasste, da das Werk dem Schlossherrn Hoyer von Falkenstein als Auftraggeber gewidmet ist.

Als Minnesänger wurde Heinrich I. Anfang des 14. Jahrhunderts (irrtümlich als "Herzog") in die Heidelberger Manessische Liederhandschrift aufgenommen, die fünf seiner Minnelieder enthält, darunter das folgende, übersetzt ins Neuhochdeutsche:

Ich will den Winter grüßen mit Gesange,
ob stille schweigen die Vögelein.
Nicht soll doch unter seinem Zwange
der Minne Freude mir verbittert sein.

Heinrich I. war verheiratet mit Irmgard, einer Tochter des Landgrafen Hermann I. von Thüringen und der bayerischen Herzogstochter Sophia.

Der Tod Heinrichs I. führte zur erneuten Teilung der Herrschaft unter seinen Söhnen:

              Heinrich II., der "Fette", wurde Fürst von Anhalt-Aschersleben,
              Siegfried I. folgte seinem Vater in der Herrschaft über Anhalt-Köthen und
              Bernhard I. regierte in Anhalt-Bernburg.

Seine Tochter Jutta war mit Nikolaus I. von Werle verheiratet. [/de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=88344278, 20.7.2011]

 

III. Siegfried I. von Anhalt-Köthen

ANHALT-KÖTHEN VON Siegfried I Graf (Askanier)-2767. Siegfried I. wurde 1230 geboren. Er starb am 25. März 1298 in Köthen.

Siegfried heiratete SCHWEDEN VON Katharina Birgersdotter-2768 Tochter von SCHWEDEN-FOLKUNGER VON Birger, Jarl-3089 und SCHWEDEN-JEDWARDINGER VON Ingeborg-3090 
Siegfried und Katharina hatten die folgenden Kinder:

ANHALT VON Sophia Gräfin-2766 wurde 1235 geboren. Sie starb 1290 siehe unten

Siegfried I. stammt aus dem Geschlecht der Askanier und war der dritte Sohn von Heinrich I., Fürst von Anhalt, und Irmingard von Thüringen. Er regierte von 1252 bis 1298.

Beim Tod Heinrichs I. wurde dessen Fürstentum Anhalt unter seine Söhne Heinrich II. ‚dem Fetten’ (Anhalt-Aschersleben), Bernhard I. (Anhalt-Bernburg) und Siegfried (Anhalt-Zerbst) aufgeteilt. Mit letzterem wird er häufig verwechselt.

Nach dem Tode des letzten ludowingischen Landgrafen Heinrich Raspe besetzte Siegfried im Verlauf des thüringisch-hessischen Erbfolgekrieges die Pfalzgrafschaft, für die er Erbansprüche als Sohn Irmingards erhob.

Später verzichtete er gegenüber den Wettinern auf die Landgrafschaft, von denen er dafür eine Entschädigung erhielt. Im Jahre 1273 war Siegfried einer der Kandidaten für die Königswahl, die Rudolf von Habsburg für sich entschied.

Siegfrieds Nachfolger wurde sein Sohn Albrecht I., Fürst von Anhalt. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=74639973, 16.6.2011]

 

IV. Sophia von Anhalt

ANHALT VON Sophia Gräfin-2766 . Sie wurde 1235 geboren. Sie starb 1290.

Sophia heiratete HACKEBORN VON Ludwig .-2765 1260. Ludwig wurde 1230 geboren. Er starb am 05. Oktober 1298. Herr in Wippra, 1253 erwähnt, [Quelle: E.H.Pratz/F. Spring 2011]

Ludwig und Sophia hatten die folgenden Kinder:

HACKEBORN VON Sophie Edle.-2764

 

2771N

 

%